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Nordtour

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So, 01.11.2026 | 06:00 - 06:45

Tourismus (D 2026)

Waldmurmelbahn in Bad Essen Im Wiehengebirge bei Bad Essen lockt jetzt eine große Waldmurmelbahn Familien in den Wald. Die Idee dazu hatte der Verschönerungsverein Bad Essen. Vorbild sind ähnliche Bahnen aus Urlaubsregionen in Süddeutschland oder dem Harz. Fünf Jahre lang wurde das Projekt geplant und über Spenden finanziert. Nun ist die Murmelbahn fertig – und soll besonders Kindern den Waldausflug schmackhaft machen. Blinder Judotrainer In Giften südlich von Hannover leitet der blinde Matthias Fuchs ein Judo-Training für Kinder und Jugendliche. Mit 15 Jahren erblindete er vollständig, doch Judo gab ihm nach Mobbing in der Kindheit Selbstvertrauen. Heute vermittelt der 48-Jährige Disziplin und Selbstbehauptung, auch Kindern mit Einschränkungen. Sein geschultes Gehör hilft ihm dabei, Bewegungen und Fehler zu erkennen. Nebenbei entwickelt Fuchs Hilfen für sehbehinderte Menschen, etwa für Fahrradfahrer. Mit der Inselpark-Managerin durch Hamburgs jüngsten Park Seit rund eineinhalb Jahren ist Umweltwissenschaftlerin Lynn Liebermann Inselpark-Managerin in Wilhelmsburg. Sie betreut ehrenamtliche Gartenprojekte und vermittelt Kindern und Jugendlichen Natur- und Umweltwissen. Der 85 Hektar große Inselpark entstand 2013 auf dem Gelände der Internationalen Gartenschau. Heute fördern Gemeinschaftsgärten mit seltenen Nutzpflanzen und Wildblumen die lokale Artenvielfalt. Neue Begegnungsorte wie das Nachbarschaftscafé im ehemaligen Kulturtreffpunkt Düse beleben den Park zusätzlich. Vom Größten in den Kleinsten: Berliner erhält Vorortbahnhof Einen eigenen Bahnhof zu besitzen ist für Modelleisenbahner kein Problem. Einen echten Bahnhof mit Gleisanschluss zu haben, ist dagegen schon schwieriger. Joachim Gorr aus Berlin hat sich diesen Lebenstraum erfüllt: Er konnte den Kleinstadtbahnhof Bruchhausen-Vilsen Ost kaufen und so erhalten. Seine eigene Lebensgeschichte verbindet ihn eng mit der Strecke in Niedersachsen. Eine Bahngeschichte von ganz groß zu ganz klein – und umgekehrt. DJ Gary Als Mitte der 1970er-Jahre die Disco-Welle Schleswig-Holstein erfasste, war ein musikverrückter Kieler ganz vorn dabei: Gerd Mangels. Vor 50 Jahren eröffnete er seine erste Diskothek in der Kieler Innenstadt und wurde als DJ Gary überregional bekannt. Noch heute bringt er seine Gäste auf seine ganz eigene, unnachahmliche Art zum Tanzen, Feiern und Schwitzen. Hausmarken in Friedrichstadt Friedrichstadt zwischen Husum und Heide ist für seine Grachten, Treppengiebel und die niederländisch geprägte Architektur bekannt. Eine besondere Tradition sind die individuell gestalteten Hausmarken über Türen oder an Giebeln. Sie ersetzten früher Hausnummern und verrieten oft etwas über Religion, Beruf oder Interessen der Bewohner. Keramikerin Doreen Stümpel fertigt solche Bildplatten in ihrem Atelier Wunschbecher für Einheimische und Touristen. Die kunstvollen Hausmarken erleben wieder mehr Nachfrage und prägen Friedrichstadt bis heute. Villa Papendorf Seit 15 Jahren ist die Villa Papendorf südlich von Rostock ein besonderer Ort für Kultur und Begegnungen. Olav Killinger sanierte die frühere Familienvilla, die seine Familie nach der Wende zurückkaufen konnte. Heute treten dort internationale Künstlerinnen und Künstler wie Violinistin Arabella Steinbacher in intimer Wohnzimmeratmosphäre auf. Die Villa wurde 1907 vom Urgroßvater Killingers erbaut und war einst eng mit einer großen Ziegelei verbunden. Gäste aus der Region, Hamburg und Berlin schätzen die persönliche Nähe zu den Künstlerinnen und Künstlern. Hexenschule Anita Koch ist die "Runenhexe" aus Rostock und Gründerin der dortigen Hexenschule. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit Runen, Ritualen, Räuchern und altem Brauchtum. In verschiedenen Hexenkursen gibt sie ihr Wissen weiter: Die Teilnehmenden stellen Räuchermischungen, Ritualkerzen oder Amulette her und gestalten eigene Rituale. Dabei orientiert sich Anita Koch an überliefertem Wissen, das sie neu interpretiert und mit dem heutigen Alltag verbindet. Der Weg der Hexe ist für sie ein ernsthafter Ausdruck ihrer Spiritualität, der ihr gesamtes Wirken prägt. Mit ihrer Schule möchte sie einen Ort schaffen, an dem Menschen gemeinsam lernen, eigene Erfahrungen sammeln und ihren persönlichen spirituellen Weg erkunden können Rosarium in Wilhelmshaven Das Rosarium in Wilhelmshaven ist eine versteckte Oase mit 500 Rosensorten, vielen weiteren Pflanzenarten und exotischen Bäumen. Ehrenamtliche wie Inga Appel pflegen die Anlage, jäten Unkraut und schneiden Pflanzen zurück. Ursprünglich war das Rosarium ein Ausbildungsgarten für Stadtgärtner, ehe das Gelände wegen Geldmangels verfiel. Seit 2003 baut der Förderverein den Garten Stück für Stück wieder auf und organisiert dort auch Veranstaltungen. Neue Rosenpatenschaften und engagierte Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass sich das Rosarium weiterentwickelt.

Thema
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