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NZZ Standpunkte

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So, 25.10.2026 | 13:00 - 14:00

Gesellschaft (CH 2026)

Drei Jahre nach dem Pogrom vom 7. Oktober hat Israel die Glaubwürdigkeit seiner Abschreckung wiederhergestellt. Die Geiseln in Gaza sind befreit, die Hamas fast ausgeschaltet, der Hizbullah stark geschwächt, Irans Kapazitäten deutlich geschmälert. Zugleich ist das Land immer noch weit von einem durchschlagenden Sieg entfernt. Ein tragfähiger Frieden entzieht sich ob der vielen Fronten, an denen das Land kämpft. Zudem traf das Vorgehen in Gaza in grossen Teilen der globalen Öffentlichkeit auf scharfe Kritik, und die Bilder von zerstörten Stadtteilen haben dem Ansehen des Landes rund um die Welt geschadet. Auch wenn die regionalen Feinde militärisch deutlich weniger gefährlich sind, bleiben sie politisch weiterhin zentrale Akteure. Nun stehen in Israel Neuwahlen an. Am 27. Oktober wird die Knesset gewählt, und die Karriere von Benjamin Netanyahu hängt in der Balance. Der Pogrom auf eigenem Boden ist eine schwere Hypothek für den langjährigen Ministerpräsidenten. Drei Jahre nach den Angriffen wird der Wahlgang zu einer Abstimmung über die seit Jahrzehnten prägende Figur der israelischen Politik. Kann sich Netanyahu nochmals an der Macht halten? Wünschen sich die Israeli einen klaren Richtungswechsel? Und welche Optionen bleiben einer neuen Regierung überhaupt in der chaotischen Nachbarschaft? Melody Sucharewicz ist deutsch-israelische Politikberaterin und Expertin für Extremismusbekämpfung. Der NZZ-Chefredaktor Eric Gujer spricht mit ihr über Israels Lage, die Stimmung im Land und die Prognosen für die anstehenden Wahlen.

Thema
  • Israel am Scheideweg: Kommt die Ära Netanyahu an ihr Ende?.
Gast
Moderation
Alter
  • FSK o.A.