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Vermischtes (D 2026)
Tiere als Heimsuchung: Kommunen ächzen unter Kosten: Für bestimmte Tiere wird in Bayern Tierschutz ganz großgeschrieben: Wenn sie im öffentlichen Raum gefunden oder nach Tierschutz-Gesetz verwahrt werden. Dann müssen Kommunen sich um sie kümmern. Gerade wird ein Puma im Raum Erding gesucht, und die Gemeinden müssen eigentlich hoffen, dass er nicht auf ihrem Gebiet gefunden wird. Denn das Aufpäppeln und Unterbringen des Tieres kann sehr teuer werden. Zum Beispiel musste Halfing bei Rosenheim 10.000 Euro für die Versorgung eines Katers mit Epilepsie zahlen, Blaichach im Allgäu 100.000 Euro für Giftschlangen. / Abfangdrohnen statt Autos: Bayern wird zum Rüstungs-Hotspot: In Aschau am Inn baut der Rüstungskonzern Rheinmetall sein Werk zur größten Pulverfabrik in Europa aus. Auch andernorts floriert das Waffen-Geschäft, Bayern ist zum wichtigsten Standort für Verteidigungstechnik geworden. Besonders in der kriselnden Automobilindustrie wird der Boom der Waffenindustrie als Chance gesehen. Doch nicht alle Bürger wollen das: vor der Pulverfabrik klebten sich diese Woche Demonstranten auf die Straße. Und auch viele andere Bürger finden, die Rüstung mache Bayern zur Zielscheibe für Angriffe oder heize den Konflikt mit Russland an. / Wann ist ein Bauer ein Bauer? Hofbesitzer kämpft um Status: Ein Elektro-Meister aus Niederbayern will sich seinen Lebenstraum verwirklichen: Landwirt sein. Dazu hat er einen verfallenen Hof gekauft, eine landwirtschaftliche Ausbildung gemacht. Hier hält er Wild im Gehege, produziert Fleisch und verkauft es direkt am Bauernmarkt. Es könnte so schön sein: Ein Denkmal vor dem Verfall gerettet, ökologische Produktion. Aber es gibt eine Hürde. Weil der Hof offiziell Außenbereich ist, darf er dort keinen Stadel bauen. Denn das dürfen nur Bauern. Und er ist kein Bauer, sagt das Amt. Ist das Schikane – oder sinnvoller Schutz vor Zersiedelung? / Schutzgebiet Bayern: Reiche Erben von Steuer verschont? Die Bayerische Staatsregierung will mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht erreichen, dass jedes Bundesland selbst über Erbschafts- und Schenkungssteuer entscheiden darf. Erben von Familienhäusern sollen leichter "Oma ihr klein Häuschen" behalten können. Auch Unternehmern gewährt Bayern bereits hohe Steuernachlässe. Experten warnen, eine niedrige Erbschaftssteuer in Bayern würde einen innerdeutschen Wettbewerb auslösen, auch Unternehmenserben würden nach Bayern ziehen. Am Ende stehe oft eine völlige Abschaffung der Erbschaftssteuer, so dass Vermögen sich weiter bei den Besitzenden konzentriere. / E-Autos laden: Nur wenn niemand über das Kabel stolpert: Ein Ehepaar in der Altstadt vom Karlstadt in Unterfranken würde gerne ein E-Auto kaufen. Um es aus der Wallbox zu laden, müssten sie es vor dem Haus parken. Doch das erlaubt die Stadt nicht. In fast allen Gemeinden ist es verboten, Kabel von der eigenen Wallbox über den Gehweg zu legen. Dabei gäbe es Lösungen: Bamberg hat in der Altstadt Ladestationen in Bordsteinkanten. Und im niederländischen Groningen haben Gehsteigplatten Rillen, in denen Ladekabel versenkt werden können.
- Tiere als Heimsuchung: Kommunen ächzen unter Kosten.
- Abfangdrohnen statt Autos: Bayern wird zum Rüstungs-Hotspot.
- Wann ist ein Bauer ein Bauer? Hofbesitzer kämpft um Status.
- Schutzgebiet Bayern: Reiche Erben von Steuer verschont?.
- E-Autos laden: Nur wenn niemand über das Kabel stolpert.
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So, 25.10.2026 | 12:00 - 12:45