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Rund um den Michel

Rund um den Michel
NDR Fernsehen logo
So, 27.09.2026 | 18:00 - 18:45

Lokales (D 2026)

Wenn die Sonne tiefer steht, die Luft noch warm ist und Hamburg in goldenes Licht getaucht wird, zeigt die Freie und Hansestadt ihre vielleicht schönste Seite. In der neuen Ausgabe von "Rund um den Michel" begibt sich Moderatorin Dina Hille auf eine spätsommerliche Entdeckungsreise zwischen Elbe, Alster und Heide. Jäger der Nacht: Fledermaussuche auf Hamburgs Kanälen Sie schlafen kopfüber hängend, "sehen" mit den Ohren und kommen erst raus, wenn die meisten Menschen in Hamburg schon schlafen. Bis zu 15 Fledermausarten gibt es in Hamburg. Volker Ziegler ist zwar schon lange beim NABU Hamburg, das Fledermausfieber hat ihn aber erst vor zehn Jahren gepackt. Seitdem versucht er, die ungewöhnlichen Stadtbewohner zu schützen und andere Leute dafür zu begeistern. Jedes Jahr bietet er gemeinsam mit dem Kanu-Center und einem Outdoor-Geschäft ganz spezielle Touren an: ein abendliches Fledermaus-Paddel-Abenteuer auf Hamburgs Kanälen. Nur ob die Fledermäuse sich dann auch wirklich sehen lassen, und wenn ja, wie viele, das hängt vom Wetter und den Insekten ab. Und es bleibt auch nach zehn Jahren jedes Mal wieder spannend. Kapitänshaus mit Aussicht: Sonnenuntergang inklusive Direkt über der Strandperle in Oevelgönne lebt Hannes Lührs, seit fünf Generationen ist seine Familie hier zu Hause. Sein Vater "Käppen" Lührs gründete einst die legendäre Oevegönner Seekiste mit Walpenis und Störtebeker-Bein. Heute ist Hannes selbst die Attraktion: gastfreundlich, spontan, immer offen für Gäste. Wenn Hannes spontan zum Grillabend per Rundruf zwei bis drei Tage vorher einlädt, dann kommen immer etwa 20 Gäste. Ein Zuhause mit Geschichte, Gastfreundschaft und Traumaussicht auf die Elbe. Streetfishing in der Hafencity Streetfishing: Das ist Angeln mitten in der Stadt und wird auch in der Millionenmetropole Hamburg zum Trend. Kleines Gepäck, kurze Wege, dafür ein bisschen mehr Mühe, auch wirklich etwas zu fangen. Einige junge Angler finden trotzdem noch was, sie kennen ihre Spots, z. B. für Zander. Direkt an der Elbe, urban in Sichtweite der Elbphilharmonie oder dem Maritimen Museum. Viele von ihnen posten ihre Streetfishing-Erlebnisse auch auf Social Media. Ende der Open-Air-Saison: letztes Konzert im Stadtpark Hamburg im Spätsommer: Das heißt auch Ende der Open-Air-Saison. Das größte Musikfestival unter freiem Himmel ist in Hamburg das Stadtpark-Open-Air. Schon seit 1975 geben sich hier die internationalen Stars den ganzen Sommer über die Klinke in die Hand, von James Brown bis The Cure. Für das große Finale, das letzte Konzert der Stadtpark-Open-Air-Reihe, sorgt aber seit drei Jahren ein ganz besonderer Chor aus Hamburg: der Heaven Can Wait-Chor. Die einzigen jungen Menschen sind hier die Mitglieder der Begleitband und der Chorleiter. Das Mindestalter, um beim Heaven Can Wait-Chor selbst mitmachen zu dürfen, ist 70 Jahre. "Rund um den Michel" hat den Chor beim Finale des Stadtpark-Open-Airs begleitet. Sommerendspurt in der Neustadt Sie liegt mitten in Hamburg, nur wenige Gehminuten vom Michel und von der Innenstadt entfernt und ist doch immer noch ein Geheimtipp, selbst für Hamburgerinnen und Hamburger selbst: die Neustadt mit dem zentralen Platz Großneumarkt. Uwe Carstensen kennt die Neustadt wie seine Westentasche. Seit 45 Jahren hat er dort seinen Fahrradladen mit Werkstatt. Er zeigt dem "Rund um den Michel"-Team die vielleicht kleinste Bühne der Stadt mit überraschend prominenter Besetzung. Zum Lachen aufs Dach: Rooftop Comedy Herzhaft lachen und dabei eine fantastische Aussicht genießen, das ist das Rezept von Rooftop Comedy. Die Betreiber des Moin Comedy Clubs im Schanzenviertel bespielen im Sommer und Herbst die Dachterrasse der Heritage Bar an der Außenalster mit ihren Comedians. "Rund um den Michel" besucht eine dieser Veranstaltungen an einem goldenen Septemberabend. Run'n'Bass: neuer Lauftrend in Hamburg Laufen und Techno-Musik. Das eine: Natur, frische Luft, gleichmäßige Bewegung. Das andere: dunkle Clubs, hämmernde Bässe und ekstatischer Tanz. Geht das zusammen? Unbedingt, sagen die Macher von Run'n'Bass, Hamburgs erstem Rave-Run. Jeden Donnerstag treffen sie sich im Hamburger Volkspark, um ein paar Runden zu laufen, beschallt von einem DJ auf einem Lastenrad und einem zweiten Lastenrad mit Boxenverstärkung. Lightshow und Seifenblasen inklusive. Damit sind sie Teil des bundesweiten Run and Rave Trends. Jetzt im Spätsommer ist dabei für sie die ideale Zeit: Es ist nicht mehr so heiß und in der frühen abendlichen Dämmerung kommt die Lightshow erst so richtig zur Geltung. "Rund um den Michel" war beim Hamburger Rave Run dabei. Mobile Apfelmosterei Wenn der Sommer sich dem Ende neigt, beginnt die Erntezeit für Norddeutschlands liebstes Obst: dem Apfel! Man schätzt, dass es in Deutschland etwa 2000 Sorten gibt. Und natürlich hat Hamburg eine bunte Vielfalt davon zu bieten, vor allem im und aus dem Alten Land (Niedersachsen). Aber auch in den Hamburger Privatgärten gibt es viele Apfelbäume. Und wenn man die Ernte nicht verkaufen will, weiß mancher gar nicht wohin mit den ganzen Äpfeln. Da kommt Ulrich Kubina mit SaftMobile ins Spiel. In der Erntezeit fährt er zusammen mit seiner Frau mit seiner Saftpresse durch die Stadt und bietet an verschiedenen Orten an, dass jeder Hobby-Apfelbauer bei ihm seine Äpfel pressen kann. Für den eigenen Apfelsaft. Und wenn da mal Birnen dabei sind, ist das auch nicht schlimm. Voller Einsatz von Dünen bis Heide Wer hätte gedacht, dass es in Hamburg einen der letzten Tideauenwälder Europas gibt? Oder eine Wanderdüne aus der Eiszeit? Etwa zehn Prozent der Fläche Hamburgs sind Naturschutzgebiet. Und seit fünf Jahren sind elf Ranger der Umweltbehörde im Auftrag der Umwelt unterwegs: in 38 Naturschutzgebieten bei Hitze, Wind und Wetter, um die vielfältige Natur der Stadt zu schützen. Ihr Job ist es, aufzuklären, Umweltsünder zur Rechenschaft zu ziehen und dafür zu sorgen, dass die einzigartige Natur von Dünen über Moore, Wälder, Gewässer bis Heide auch in Zukunft erhalten bleiben. "Rund um den Michel" hat ein Ranger-Team in der Boberger Niederung begleitet. Das Naturschutzgebiet im Südosten Hamburgs zählt zu einem der artenreichsten und vielfältigsten Naturschutzgebiete der Stadt.

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