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Jagd auf Schwule – Wer steckt hinter den Fake-Dates?

Jagd auf Schwule – Wer steckt hinter den Fake-Dates?
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Fr, 11.09.2026 | 01:05 - 01:40

Gesellschaft (D 2026)

Ping, it's a match! Eine Nachricht auf einer Dating-App kann der Beginn eines Abenteuers sein, einer heißen Nacht oder vielleicht sogar der großen Liebe. Für den Berliner Sänger Leopold wird das Date zum Albtraum: Statt eines Traummanns stehen plötzlich drei gewaltbereite Männer in seiner Wohnung, schlagen ihn, filmen ihn, räumen sein Konto leer. "Ich habe mich so erniedrigt gefühlt", sagt er. Leopold ist kein Einzelfall. Immer wieder enden Dates über queere Dating-Apps in schwerer Gewalt, und die meisten dieser Taten werden nie angezeigt. team.recherche erzählt die Geschichten der Betroffenen, spricht mit Polizei und Beratungsstellen und stößt in Gerichtsakten auf Verbindungen zur sogenannten Pedo-Hunter-Szene, jungen Männern, die vorgeben, Kinder zu schützen, und dabei Queersein mit Pädokriminalität gleichsetzen. Für die Recherche liest das Team schließlich live in einer ihrer Discord-Gruppen mit, irgendwo zwischen Hausaufgaben-Chat und geteilten Gewaltvideos. Am Ende trifft das Team einen der Betreiber der Gruppe. Im Interview verharmlost er Gewalt und gerät ins Wanken, als die Reporterin ihn mit den Widersprüchen konfrontiert. Mit den Ergebnissen konfrontiert das Team außerdem Sophie Koch, die Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt. Die Reportage zeigt, warum gerade queere Männer für diese Masche besonders anfällig sind und warum so wenige der Taten überhaupt angezeigt werden.