NDR Kultur – Das Journal
Kultur (D 2026)
Enttäuscht und demokratiemüde? Eine Dokumentation über Mecklenburg-Vorpommern Viele Menschen haben das Gefühl, dass die Ungerechtigkeit in diesem Land größer wird und dass die Politik sich hauptsächlich um "die da oben" kümmert: Die Reichen werden immer reicher und die eigenen Sorgen interessieren niemanden. Doch stimmt das wirklich? Und was passiert mit einer Demokratie, wenn immer mehr Menschen das Vertrauen in Politik und Staat verlieren? Die NDR Dokumentation "Die da unten" reist durch Mecklenburg-Vorpommern und trifft Menschen, die sich abgehängt oder schlicht nicht mehr ernst genommen fühlen. Zwischen Kiosk, Kleingarten und Campingplatz erzählen sie von ihrem Alltag, ihren Sorgen und ihrem Blick auf die Politik. Der Elitenforscher Michael Hartmann erklärt, wie groß die Unterschiede zwischen oben und unten tatsächlich sind. Aber es gibt auch positive Geschichten, wie die eines Bürgerentscheids in Schwerin. Die Dokumentation "Die da unten" von Carolin Kock und Jette Studier ist jetzt in der ARD Mediathek zu sehen und am 9. September 2026, 22:05 Uhr, im NDR Fernsehen. Viel mehr als Farbe an der Wand: Wie Grafitti Hamburg bunt gemacht hat Wie aus "Schmierereien" eine Kultur und Grafitti für viele weit mehr wurde als Farbe an der Wand, erzählt die NDR Kultur Dokumentation "Wie Hamburg bunt wurde – Die Entstehung der Graffitiszene" (NDR Fernsehen, 24. August 2026, 22:45). Der Film führt zurück in die 1980er- und 1990er-Jahre, als Hip-Hop, Breakdance und Graffiti die Stadt eroberten – illegal, wild und voller Energie. Zeitzeug*innen wie DAIM, heute ein weltweit bekannter Graffiti-Künstler, SonnyTee, Jennifer Kauka, Jan Delay und viele weitere erinnern sich an eine Szene zwischen Abenteuer, Rebellion und kreativem Aufbruch. Gefühle für einen Chatbot? Beeindruckender Dokumentarfilm über KI "Finding Connection" – eine Verbindung finden, so heißt der Dokumentarfilm von Florian Karner, der vier Menschen begleitet, die emotionale Beziehungen mit KI-Chatbots führen. Es sind Menschen, die enttäuscht wurden, die ihr Vertrauen verloren haben, die auf der Suche nach tiefer Verbundenheit sind. Trost finden sie ausgerechnet in KI-Companion-Apps: in Gesprächen mit virtuellen Partnern, die Nähe und Einfühlsamkeit simulieren. In seinem Langfilm-Debüt ist Nachwuchsregisseur Florian Karner zurückhaltend und sensibel mit der Kamera dabei, wenn Denise aus den USA, Rudi aus England und Steffi und Joe aus Deutschland ihre Erlebnisse, Sorgen und Sehnsüchte mit ihren digitalen Partnern teilen. Was bedeutet es, wenn ausgerechnet Maschinen zu den verlässlichsten Zuhörern werden, scheinbar verstehen und trösten? Ein beeindruckender Film, der viel über Einsamkeit in der Gesellschaft erzählt (Kinostart 13. August 2026). Von "The Voice" zum "Rising Star": der Pianist Giorgi Gigashvili in Norddeutschland "Mit klassischer Musik kann ich alles sagen, was ich will", so der Pianist Giorgi Gigashvili. Doch seine Interessen reichen viel weiter: von Mode über Pop bis Jazz. Der 26-Jährige ist einer der vielseitigsten und vielversprechendsten Musiker seiner Generation und kombiniert in seinen Konzerten schon mal klassische Stücke mit Volksliedern aus seiner Heimat Georgien. Als Kind sang er dort bei "The Voice", später hörte er Martha Argerich und beschloss, Pianist zu werden. Inzwischen lebt er in Deutschland und gastierte als "ECHO Rising Star" in den wichtigsten Konzerthäusern Europas. Außerdem spielt er oft mit Star-Geigerin Lisa Batiashvili, die ihn mit ihrer Stiftung fördert. Jetzt kommt Giorgi Gigashvili zu einigen Festivals nach Norddeutschland: 28. August: Emden (Gezeitenkonzerte), 29. August: Bremerhaven (Musikfest Bremen), 30. August: Hamburg (Elbphilharmonie Sommer). Ein Teenager als "Stiefpapa: Christian Dittloffs Roman übers Erwachsenwerden Was macht es mit einem Teenager, wenn er sich in ein schwangeres Mädchen verliebt, Verantwortung übernimmt und sich nach der Geburt um ihr Baby kümmert? Darum geht es in Christian Dittloffs Roman "Das Leichteste der Welt" (Berlin Verlag). Der 15-jährige Ivo verliebt sich im Sommer 1999 in die wenige Jahre ältere Karla. Karla bekommt ein Kind – und plötzlich steht für Ivo nicht mehr nur die erste große Liebe im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, was Verantwortung eigentlich bedeutet. Dabei ist Ivo hin- und hergerissen zwischen seinem neuen Leben als "Stiefpapa" und dem ungezwungenen Alltag als Teenager mit seinen Freunden. Dittloff erzählt humorvoll und warmherzig von erster Liebe, Freundschaft, Familie. Das "NDR Buch des Monats" im August. Akkordeon in der Klassik: Ksenija Sidorova beim Schleswig-Holstein Musik Festival In der klassischen Musik steht das Akkordeon selten im Mittelpunkt. Umso schöner, dass die Porträtkünstlerin beim diesjährigen Schleswig-Holstein Musik Festival die Akkordeonistin Ksenija Sidorova ist. Beeindruckend und virtuos beweist sie in vielen Konzerten, wie vielfältig ihr Instrument ist. Sie spielt Soloabende, Kammermusik, aber auch mit großem Orchester wie bei der Uraufführung des Konzerts für Akkordeon und Orchester von Fazil Say. Akkordeon und Klassik gehören zusammen – nicht nur für Ksenija Sidorova. Einige Konzerte sind live oder zeitversetzt im Radio auf NDR Kultur zu hören.
- Enttäuscht und demokratiemüde? Eine Dokumentation über Mecklenburg-Vorpommern.
- Viel mehr als Farbe an der Wand: Wie Grafitti Hamburg bunt gemacht hat.
- Gefühle für einen Chatbot? Beeindruckender Dokumentarfilm über KI.
- Von "The Voice" zum "Rising Star": Der Pianist Giorgi Gigashvili in Norddeutschland.
- Ein Teenager als "Stiefpapa": Christian Dittloffs Roman übers Erwachsenwerden.
- Akkordeon in der Klassik – Ksenija Sidorova beim Schleswig-Holstein Musik Festival.
Wiederholung
Di, 18.08.2026 | 01:55 - 02:25