ARTE Reportage
Tagesgeschehen (F,D 2026)
(1) Sudan: Dem Tod knapp entronnen Das ganze Land befindet sich in der schlimmsten humanitären Krise weltweit, worüber kaum berichtet wird. In der von den Kämpfen versehrten Hauptstadt Khartum nimmt das Leben langsam wieder seinen Lauf. Die Armee rekrutiert fleißig Menschen für große patriotische Versammlungen. Die Totengräber des Gesundheitsministeriums graben die Leichen aus, die während der Kämpfe eilig in den Gärten verscharrt wurden. In El Obeid, einer Stadt, die von der regulären Armee geschützt, aber von FSR-Milizen umzingelt wird, scheint sich das Szenario von Darfur zu wiederholen. Eine Million Vertriebene flohen in die Stadt, während die Kämpfe immer näher rücken. Wer irgendwie kann, flieht mit Bussen oder auf dem Dach von Lastwagen aus der Stadt in die Hauptstadt, mit wenig Hoffnung auf internationale Hilfe: Der Sudan zählt zu den Ländern, die mit am stärksten von Donald Trumps Streichung von USAID betroffen sind. (2) Syrien: Auf den Spuren des IS Ein Jahr nach dem Sturz des Assad-Regimes Ende 2024 ist Syrien noch immer ein geteiltes und instabiles Land, noch immer bedroht durch den Islamischen Staat. Allein in den Haftanstalten im Nordosten Syriens sitzen 9.000 dschihadistische Häftlinge und 30.000 Frauen und Kinder, das ist die weltweit größte Konzentration von Mitgliedern des Islamischen Staates. Von den Ruinen von Palmyra bis zum Lager al-Haul, von den Ufern des Euphrat im geteilten Deir ez-Zor über die große Handelsstadt Aleppo bis hin zu den Operationen der Koalition im ländlichen Syrien begibt sich die Reportage auf die Suche nach den Spuren des Islamischen Staats.
- Sudan.
- Syrien.
- FSK o.A.
