quer
Vermischtes (D 2026)
· Streiten statt feiern? Ärger um Lieder-"Verbot" am Erlanger Berg Die Erlanger Bergkirchweih ist eines der größten Volksfeste in Bayern und hat dieses Jahr einen "Skandal": Denn die städtische Gleichstellungsstelle hat den Wirten und Bands empfohlen, auf zwölf Lieder zu verzichten, die aus Sicht der Stadt frauenfeindliche Inhalte transportieren. Fast reflexartig führt das zu großer Aufregung. Doch ist es tatsächlich nötig, zum Feiern sexistische Lieder zu spielen? Andererseits geht es vielen im Bierzelt ja gerade um Grenzüberschreitung – kommt es da noch darauf an, welche Lieder gegrölt werden? · Altersvorsorge weg: Vermögensverwaltung zockt Rentner ab Die 72-jährige Isolde Schleich muss noch immer an einem Münchner Obststand verkaufen, obwohl sie auf einem Auge blind ist und ein Sauerstoffgerät braucht. Aber ihre gesetzliche Rente deckt nicht mal die Miete ab. Dabei wollte sie alles richtig machen und privat vorsorgen, deshalb hatte sie vor 19 Jahren einen Vertrag mit einer privaten Vermögensverwaltung abgeschlossen. Die Risiken der Anlage waren ihr aber nicht bewusst. Von den eingezahlten 37.000 Euro bekam sie bislang keinen Cent ausgezahlt. So geht es laut Anwälten vielen Rentnern, die ihr Geld im sogenannten "Grauen Kapitalmarkt" angelegt haben. Der ist zwar legal, aber weitgehend unreguliert. · Vertauschte Rollen? Protest gegen Treffen der Sudetendeutschen Es ist etwas ganz Besonderes: Erstmals fand das Treffen der Sudetendeutschen in Tschechien statt. Und zwar auf Einladung einer Initiative aus Brünn, als Zeichen der Versöhnung. Doch die Fraktionen der rechten Regierung im tschechischen Parlament haben dagegen abgestimmt, es könnten Verbrechen der Nationalsozialisten relativiert werden. Auch flammt wieder die Sorge vor Gebietsansprüchen auf, die die Sudetendeutschen aber gar nicht mehr erheben. So kommt es, dass in Brünn versöhnungsbewegte liberale Tschechen gemeinsam mit den eher konservativen deutschen Vertriebenen marschieren – und beide sich gegen rechte, nationalistische und kommunistische Tschechen zur Wehr setzen müssen. Und quer mittendrin. · Leben mit dem Storch: Uehlfeld zwischen Ärger und Freude Es wird wärmer in Bayern, das gefällt den Störchen: Während es 2005 hier 126 Brutpaare gab, sind es dieses Jahr rund 1.600. Als Ort mit den meisten Störchen gilt das mittelfränkische Uehlfeld. Das kann für Hausbesitzer ärgerlich sein, denn der Storchenkot verstopft Dachrinnen, ätzt und färbt Dächer weiß. Andererseits profitiert der Ort von den Touristen, die zur Storchenbeobachtung kommen. Ein Storchenkiosk verkauft nun Storchen-Souvenirs, der Gewinn soll für die Reinigung genutzt werden. · Explodierende Immobilienpreise: Münchner Stiftung hält dagegen Miet- und Immobilienpreise steigen scheinbar ungebremst, viele können sich Wohnen in Großstädten nicht mehr leisten. Aber Marktgesetze sind kein Naturgesetz. Das zeigt zum Beispiel der Hausbesitzer Otto Gugger. Er hätte sein Münchner Grundstück für Millionen verkaufen können, doch er hat es der Stiftung "Daheim im Viertel" geschenkt. Die Stiftung wird auf dem Grundstück nun bezahlbaren Wohnraum schaffen. Solche Modelle könnten Vorbild für viele Städte sein – Nürnberg hat einen Anfang gemacht.
- Streiten statt feiern? – Ärger um Lieder-"Verbot" am Erlanger Berg.
- Altersvorsorge weg: Vermögensverwaltung zockt Rentner ab.
- Vertauschte Rollen? – Protest gegen Treffen der Sudetendeutschen.
- Leben mit dem Storch: Uehlfeld zwischen Ärger und Freude.
- Explodierende Immobilienpreise: Münchner Stiftung hält dagegen.
Wiederholung
Do, 28.05.2026 | 20:15 - 21:00Nächste Folgen
So, 31.05.2026 | 12:00 - 12:45