Denkmäler der Ewigkeit
Wo Löwen Aufzug fahren: Das Kolosseum in Rom
Geschichte (F 2015)
Im ersten Jahrhundert nach Christus wurde mitten in Rom das größte Amphitheater aller Zeiten errichtet. Kaiser Vespasian, der mit dem Kolosseum seine neu begründete Dynastie legitimieren und das Volk Roms mit Brot und Spielen für sich gewinnen wollte, stellte dafür unbegrenzte Mittel zur Verfügung. Für die Demonstration der kaiserlichen Autorität bot das Bauwerk eine fantastische Kulisse: Zahlreiche Statuen, Säulen und Fresken an der Außenfassade und im Innenraum rühmten das Römische Reich als Nachfolger des antiken Griechenlands und als unbezwingbare Großmacht. Durch seine ovale Form bot das Kolosseum nach heutigen Berechnungen etwa 50.000 Zuschauern Platz. Die von der römischen Verwaltung für das Volk veranstalteten Spiele und Theateraufführungen wurden im Beisein des Kaisers abgehalten und hatten auch eine wichtige politische Funktion. Archäologische Ausgrabungen zeigen, mit welchem Einfallsreichtum alles darangesetzt wurde, um den Erfolg dieses PR-Instruments der kaiserlichen Macht sicherzustellen. Archäologische Funde an mehreren Grabungsorten zeugen vom kulturellen und wirtschaftlichen Stellenwert der Spiele im alten Rom. So verdeutlicht die Untersuchung der Gebeine von Gladiatoren, dass Technik und Strategie ihrer Kampfkunst ebenso wichtig waren wie heute beim Fußball. Die afrikanischen Mosaiken wiederum veranschaulichen die Bedeutung des Raubtierhandels für die Versorgung der Arenen. Im gesamten Reich entstanden Dutzende Amphitheater, die ab dem späten 5. Jahrhundert im Zuge des Untergangs des Römischen Reiches ebenso wie das Kolosseum allmählich verfielen.
- Paolo Barresi (Self - Professor of Archaeology, University of Core Enna, Sicily)
- Umberto Baruffaldi (Self - Engineer, Director of Security of the Colosseum)
- Anne Berlan-Bajard (Self - Lecturer, University of Bordeaux)
- Heinz-Jürgen Beste (Self - Architect, German Archaeological Institute. Rome)
- David L. Bomgardner (Self - Amphitheater Historian, University of Winchester, UK)
- Flavia Campanelli (Self)
- Tulio Clementini (Self)
- Philippe Fleury (Self - Professor for Latin, Director of CIREVE, University of Caen)
- Stefan Godin (Narrator)
- Jean-Claude Golvin (Self - Architect)
- Thomas Hufschmid (Self - Archaeologist)
- Fabian Kanz (Self - Professor for Forensic Anthropology, Medical University of Vienna, Austria)
- Brice Lopez (Self - Specialist for Gladiatorial Combat)
- Sophie Madeleine (Self - Research Engineer, CIREVE, University of Caen)
- Adriano Morabito (Self - President of Roma Sotteranea)
- Barbara Nazzaro (Self)
- Rossella Rea (Self - Archaeologist, Director of the Colosseum)
- Simonetta Serra (Self - Archaeologist, Roman Office for the Preservation of Historic Monuments)
- Giovanni Squillacioti (Self - Architect)
- Katherine Welch (Self - Professor of Fine Arts and Archaeology, Columbia University, New York)
- Mark Wilson Jones (Self - Architectural historian, University of Bath, Great Britain)
- FSK o.A.
