NDR Kultur – Das Journal
Kultur (D 2026)
Eine Liebeserklärung an eine Insel: der Kinofilm "Föhr – 5 Meter über Null" Wie lebt es sich eigentlich auf einer Insel? Umgeben von der Nordsee, dem Meer, den Stürmen, dem Wetter ausgesetzt, abgeschieden vom Festland. Und wie war das Leben dort früher und wie ist es jetzt im Vergleich, zum Beispiel als Schäfer? Mit welchen Herausforderungen hat man dort als Gemüsebauer, Förster oder auch als Kapitän zu kämpfen? Der Film "Föhr – 5 Meter über Null" ist eine Liebeserklärung an eine Insel und erzählt von den Menschen, die dort leben. "NDR Kultur – das Journal" war bei der Premiere in Wyk auf Föhr dabei. Normale Umstrukturierung? Kritik an der Reform des Förderprogramms "Demokratie leben" Man könnte es für eine normale Revision der Förderpraxis halten – oder ein weiteres bedrohliches Moment für die Zivilgesellschaft. Zu den Fakten: Karin Prien (CDU), Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, stoppt vorübergehend die weitere Geldvergabe für das Programm "Demokratie leben" und will neue Förderrichtlinien erarbeiten. Gegründet wurde das Programm 2014 zur Stärkung der Demokratie und Prävention gegen Extremismus vor dem Hintergrund der NSU-Prozesse. Die Ministerin will künftig die sogenannte "stille Mitte" der Gesellschaft erreichen, ebenso wie "Regelstrukturen" fördern, also Feuerwehren, Sportvereine und Bibliotheken, außerdem vermehrt in den ländlichen Raum blicken. So weit so gut. Doch es gibt Widerstand: Für Teile der zivilrechtlichen Infrastruktur könnte der geplante Umbau des Programms das Ende bedeuten, langfristige Projekte wie etwa der "Kooperationsverbund gegen Antisemitismus" hätten keine Planungssicherheit mehr und würden de facto gestoppt. "NDR Kultur – Das Journal" spricht eben darüber mit Meron Mendel, Leiter der Bildungsstätte Anne Frank, und Bettina Martin (SPD), Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sie kritisiert die geplante Umstrukturierung ausdrücklich, warnt vor einer weiteren Verunsicherung der Akteure. "Der Islam und ich": der gebürtige Oldenburger Hasnain Kazim über sein ambivalentes Verhältnis Er ist Sohn indisch-pakistanischer Eltern, in Oldenburg geboren, im Alten Land und in Karatschi, Pakistan, aufgewachsen. Seine Eltern treten zum Christentum über, nachdem sie nach Deutschland in den 1970er-Jahren ausgewandert waren. Und so wird auch aus dem Muslim Hasnain Kazim ein Christ, bis er mit 19 Jahren aus der Kirche austritt und von da an konfessionslos ist. In seinem Buch "Der Islam und ich. Was mich meine Familie, meine norddeutsche Heimat und mein Leben in muslimischen Ländern über den Islam gelehrt haben" (Penguin) beschreibt er sein ambivalentes Verhältnis zum Islam. "NDR Kultur – das Journal" hat Hasnain Kazim in seiner neuen Heimatstadt Wien getroffen und mit ihm darüber gesprochen, wie der Islam von rechter und von linker Seite undifferenziert geschmäht oder verteidigt wird. Roman über Adolf Eichmann in der Lüneburger Heide: das "NDR Buch des Monats" Er war einer der größten Naziverbrecher in der Idylle der Lüneburger Heide: Adolf Eichmann. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er zeitweise unter falschem Namen im kleinen Ort Altensalzkoth. Diese historische Begebenheit war für Anja Jonuleit der beklemmende Ausgangspunkt für den Roman "Wo der Wind die Namen trägt". Die Autorin, die selbst familiäre Wurzeln in der Region hat, verknüpft historische Realität mit einer fiktiven Geschichte: Neben Eichmann stehen zwei Frauen im Mittelpunkt. Die eine arbeitet nach dem Zweiten Weltkrieg an einer Chronik und ist immer wieder mit alten Nazitätern konfrontiert. Die andere hatte – im Roman – als junges Mädchen Geigenunterreicht bei Eichmann. Eine zentrale Rolle spielt auch das Massaker von Celle im April 1945, bei dem KZ-Häftlinge auf der Flucht niedergeschossen wurden. Anja Jonuleit erzählt in ihrem Roman kenntnisreich von Schuld, Verdrängung und der langen Wirkung einer dunklen Vergangenheit. Von Hamburg ins Wendland: Besuch bei der Band Hundreds Ursprünglich bestand die Hamburger Band Hundreds aus den Geschwistern Eva und Philipp Milner, inzwischen ist auch Evas Partner Florian Wienczny Teil des Projekts. Musikalisch bewegen sich Hundreds zwischen melodiösem Pop und Electro-Klängen. In ihren Texten verbinden sie Märchenhaftes mit Politischem, wie in ihrem Song "Sirens". Lange Zeit lebten sie in Hamburg, nun ist das Wendland ihr kreativer Rückzugsort. Und dort entstand auch ihr neues Album "Sirens". Am 14. April startet ihre Tournee, u.a. mit Konzerten in Hamburg (24. April) und Hannover (26. April). "NDR Kultur – Das Journal" hat Hundreds im Wendland getroffen.
- Eine Liebeserklärung an eine Insel: der Kinofilm "Föhr – 5 Meter über Null".
- Normale Umstrukturierung? Kritik an der Reform des Förderprogramms "Demokratie leben".
- "Der Islam und ich": der gebürtige Oldenburger Hasnain Kazim über sein ambivalentes Verhältnis.
- Roman über Adolf Eichmann in der Lüneburger Heide: das "NDR Buch des Monats".
- Von Hamburg ins Wendland: Besuch bei der Band Hundreds.
Wiederholung
Mo, 13.04.2026 | 22:45 - 23:15