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3SA
Sa, 11.04.2026 | 13:15 - 14:00

Vermischtes (D 2026)

/ Eiermangel – weil glückliche Legehennen viel Platz brauchen: In Bayern werden Eier knapp und teuer, in manchen Supermärkten sind die Regale schon leer. Nur etwa die Hälfte der in Bayern verbrauchten Eier kommt auch aus dem Freistaat, bei Freiland- oder Biohaltung sogar nur ein Drittel. Dabei ist die Marktlage für Eierproduzenten günstig, durch steigende Nachfrage und hohe Preise. Doch für die gefragten Eier aus Bio- und Freilandhaltung brauchen Neueinsteiger Flächen, außerdem sind Nachbarn mit großen Ställen oft nicht einverstanden. quer begleitet den Geschäftsführer von eines großen bayerischen Eierproduzenten beim Versuch Bauern zu motivieren, in die Eierproduktion einzusteigen. / Otter oder Fisch? Der teure Burgfriede an Bayerns Teichen: Seit vielen Jahre der gleiche Kampf: Otter fressen Fischteiche leer, Teichwirte sagen, sie werden in den Ruin getrieben. In Kemnath ist wegen otterbedingten Karpfen-Mangels sogar das beliebte Fischerfest in Gefahr. Neuer Spieler in dem Konflikt jetzt: Der Bayerische Oberste Rechnungshof. In seinem aktuellen Jahresbericht stellt er fest: Die Kosten für den Ausgleich der Fischverluste haben sich in fünf Jahren verdreifacht. Die Prüfer empfehlen, hier einzusparen. Doch gerade diese Ausgleichszahlungen haben den Burgfrieden zwischen Teichbesitzen und Naturschutz bis jetzt gesichert. Die von den Teichwirten bevorzugte Lösung – eine bayerische Regel zum Abschuss von einzelnen Tieren – hat der Verwaltungsgerichtshof erst im März gekippt, schon zum dritten Mal. Gelingt die Otterpolitik-Reform? / Skrupellose "Selbstbedienung": Boombranche Ladendiebstahl: Im vergangenen Jahr wurden in Bayern Waren im Wert von 390 Millionen Euro gestohlen, so viel wie noch nie, berichtet der bayerische Handelsverband. Die Gründe sind vielfältig. Seit es die neuen Selbstbedienungskassen im Supermarkt gibt, ist es einfach, Waren nicht einzuscannen. Es gibt aber auch organisierte Banden, die in Supermärkten stehlen. Insgesamt kommen die Ladendiebe laut Handelsverband aus allen Nationen und Schichten. Dabei werden in Deutschland 98 Prozent aller Diebstähle nicht erkannt und zur Anzeige gebracht, stellt das EHI Retail Institute fest. Die Folge: Geschäfte rüsten auf, mit Überwachungskameras, Warensicherungen, Detektiven, Alarmanlagen. Die Kosten dafür werden am Ende an die Verbraucher weitergegeben, mittlerweile macht das 1,50 Euro pro 100 Euro Einkauf aus. / Nicht ernst genommen: Diagnose-Problem bei kranken Frauen: Brustschmerzen, Atemnot – mit diesen Symptomen geht Karin Meier aus der Nähe von Eichstätt zu mehreren Kardiologen, doch erst nach Jahren wird die Ursache festgestellt, eine krampfartige Verengung der Herzkranzgefäße. Ein Grund für die späte Diagnose: Es wurden nur für Männer typische Ursachen untersucht. Solche Leidenswege sind häufig. Denn lange wurden medizinische Studien ausschließlich an Männern durchgeführt. Außerdem sind Ärzte nicht vor Vorurteilen gefeit, schieben körperliche Beschwerden bei Frauen eher auf die Psyche. So werden Frauen später behandelt, bekommen später Schmerzmittel oder ein EKG. Die Kosten für das Gesundheitssystem durch späte oder falsche Diagnosen sind enorm.

Thema
  • Eiermangel – weil glückliche Legehennen viel Platz brauchen.
  • Otter oder Fisch? Der teure Burgfriede an Bayerns Teichen.
  • Skrupellose "Selbstbedienung": Boombranche Ladendiebstahl.
  • Nicht ernst genommen: Diagnose-Problem bei kranken Frauen.
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