Spartacus
Drama (USA 1960)
Erstes Jahrhundert vor Christus. Der thrakische Sklave Spartacus (Kirk Douglas) – eigentlich dazu verurteilt, als Aufrührer zu Tode gepeitscht zu werden – wird vom schlauen Römer Batiatus (Peter Ustinov) an eine Gladiatorenschule nach Padua verkauft. Dort verliebt sich Spartacus nicht nur in die schöne Sklavin Varinia (Jean Simmons), er verliert als Gladiator in der Arena auch fast sein Leben, und er entfesselt daraufhin eine Revolte der Gladiatoren. Mit anderen Sklaven schliessen sich die Gladiatoren zu einer verwegenen Truppe zusammen, die das römische Heer besiegt. Die Hoffnung der Aufständischen, an Bord eines Piratenschiffes der Rache und Verfolgung der römischen Legionen zu entkommen, erfüllt sich aber nicht. Zu Land stossen die Aufrührer auf das Heer des Crassus (Laurence Olivier). Ein mörderisches Gemetzel beginnt. Von 90'000 Gladiatoren und Sklaven überleben nur gerade 6000. An Kreuze, die kilometerweit die Via Appia säumen, lässt Crassus die Unglücklichen schlagen – als Letzten: Spartacus. Denoch findet Crassus in diesem Anführer der Aufständischen seinen geistigen Bezwinger. Spartacus' kleiner Sohn, Varinias Kind, entkommt mit seiner Mutter nach Aquitanien in die Freiheit. Erstaunlich, wie lange Spartacus – Anführer des Sklavenkriegs, der von 73 bis 71 vor Christi Geburt das Römische Reich erschütterte – darauf warten musste, zum Filmhelden zu werden. Umso beeindruckender ist schliesslich sein Einzug ins Kino geworden: 1960 hat Regiemeister Stanley Kubrick mit dem Monumentalfilm "Spartacus" einen Klassiker des Genres geschaffen. Dem 2020 mit 103 Jahren verstorbenen Kirk Douglas, Star und Produzent des aufwendigen Films, wurde die Titelrolle auf den Leib geschrieben. Kubricks Regie beschwört den historischen Gladiatorenaufstand mit den naturalistischen Mitteln, wie sie in Hollywoodfilmen dieser Art nun einmal Tradition sind: sinnlich und spektakulär. Doch gelingt es ihm, Schwulst und Sentimentalität immer wieder zu brechen. "Spartacus" ist eine grosse Freiheitsballade mit packenden Kampfszenen und einem dramatischen Schluss, der an die Antikriegsbilder eines Goya erinnert. Neben Kirk Douglas brillieren Laurence Olivier, Tony Curtis, Peter Ustinov und Charles Laughton mit fesselnden Schauspielleistungen.
- Kirk Douglas (Spartacus)
- Laurence Olivier (Crassus)
- Jean Simmons (Varinia)
- Charles Laughton (Gracchus)
- Peter Ustinov (Batiatus)
- John Gavin (Julius Caesar)
- Tony Curtis (Antoninus)
- John Dall (Marcus Publius Glabrus)
- Nina Foch (Helena Glabrus)
- John Ireland (Crixus)
- Herbert Lom (Tigranes Levantus)
- Charles McGraw (Marcellus)
- Joanna Barnes (Claudia Marius)
- Harold J. Stone (David)
- Woody Strode (Draba)
- Peter Brocco (Ramon)
- Paul Lambert (Gannicus)
- Robert J. Wilke (Guard Captain)
- Nick Dennis (Dionysius)
- John Hoyt (Caius)
- Frederick Worlock (Laelius)
- FSK 12
