Hofgeschichten

Premiere auf dem Bagger / Die Junghühner können ausgeliefert werden / Frühjahrsputz im Bullenstall / Die erste Pflegemaßnahme im Jahr

Hofgeschichten
NO3
Sa, 21.03.2026 | 11:30 - 12:00

Menschen (D 2026)

Premiere auf dem Bagger In Hamburg-Moorburg möchte Familie Ecks eine Apfelplantage umgestalten. Sie will Platz schaffen für die neue Sorte Kanzi, die sie anbauen will. Dafür müssen zunächst rund 2000 alte Apfelbäume raus. Auf dem Bagger übernimmt Max, der Sohn von Isa und Jürgen Ecks, die Verantwortung. Er muss aufpassen, dass er den Baum beim Rausziehen nur vorsichtig bewegt, damit die Wurzel nicht in der Erde stecken bleibt. Max macht die Arbeit mit schwerem Gerät Spaß. Isa möchte es auch einmal versuchen. Bisher haben ihre Männer ihr das nicht zugetraut, aber jetzt probiert sie es einfach. Auf dem Geflügelhof im niedersächsischen Kölau kann Christine Bremer nach dem Ende der Stallpflicht endlich wieder Junghühner ausliefern. Die Tiere fängt sie im Dunkeln ein, weil sie dann am wenigsten Stress haben. Am nächsten Morgen geht es nach Lübeck zum Kunden. Dort warten die neuen Besitzer – eine Solidarische Landwirtschaft – schon aufgeregt. Es sind ihre ersten Hühner. Aber Christine verspätet sich, denn es gab eine Vollsperrung. Nun sind alle gespannt, wie die Hühner die Fahrt verkraftet haben. Im schleswig-holsteinischen Sarnekow macht Marko Ladewig Frühjahrsputz im Bullenstall: Immer wenn der Winter vorbei ist, gräbt er sich durch die ganzen Strohschichten bis zum Boden. Gerade die jungen Bullen spritzen rund um die Tränke gerne mit dem Wasser rum, sodass das Stroh klitschnass wird. Marko befürchtet, dass es unten drunter schon richtig gammelig ist. Trotzdem hat er gute Laune, denn er freut sich, dass der Winter endlich vorbei ist und der Frühling kommt. Auf Thudts Hof im Harzer Vorland wagt sich Landwirt Steffen Thudt trotz des trüben Wetters auf sein Grünland. Es ist die erste Pflegemaßnahme im Jahr: Mit der Wiesenschleppe ebnet er die Fläche ein, zieht zum Beispiel Maulwurfshügel breit und belüftet gleichzeitig die Grasnarbe. Der viele Regen in den letzten Wochen erschwert die Arbeit mit der sechs Meter breiten Landmaschine. Die Böden sind mit Wasser gesättigt und das heißt für Steffen: feuchte Stellen meiden, sonst besteht die Gefahr, dass er sich festfährt.