They Shall Not Grow Old
Geschichte (GB,NZ 2018)
Peter Jackson hat es als treibende Kraft hinter "Der Herr der Ringe", "Der Hobbit" oder "King Kong" geschafft, digitale Welten zu erschaffen, in denen sich die Zuschauenden regelrecht verlieren konnten. Während des grössten Teils seiner Karriere hat sich der Neuseeländer auf Fantasy- und Horrorfilme konzentriert; mit "They Shall Not Grow Old" indes, ging er über seine kreativen Grenzen hinaus. So versuchte er, 100 Jahre altes Filmmaterial aus dem Ersten Weltkrieg, das traditionell in kratzigem Schwarz-Weiss gezeigt wurde, in ein lebendiges, atmendes farbiges Abbild jener Zeit zu verwandeln. Und so hat Jacksons Team dem spröden Zelluloid Farbe, Ton und Schärfe gegeben, um eine Vision des Ersten Weltkriegs zu liefern, bei der es nicht darum geht, durch die stockfleckigen Seiten eines Geschichtsbuches zu blättern, sondern 3D-Erfahrungen von jenen Männern zu vermitteln, die dabei gewesen sind. Jackson und sein Team bearbeiteten kratziges, abgenutztes, über- und unterbelichtetes Stummfilm-Material, das während des Krieges mit Handkurbelkameras aufgenommen wurde. Mithilfe von Computer-Scans wurden Belichtungsprobleme ausgeglichen, Farben hinzugefügt und fehlende Einzelbilder ergänzt (letzteres beseitigt die ruckeligen Bewegungen, die durch die mangelhafte Kameratechnik in dieser Zeit entstanden waren). Professionelle Lippenleser wurden eingesetzt, um herauszufinden, was die Soldaten im Film sagten, und Schauspieler wurden engagiert, um die Sätze zu sprechen. Ausserdem wurden eine Reihe von erhaltenen Panzern, Gewehren, Artilleriegeschützen und anderen Ausrüstungsgegenständen aus dem Ersten Weltkrieg aufgenommen und die daraus resultierende Tonspur nahtlos mit dem Originalmaterial synchronisiert. Die Geschichten der Soldaten wurden dann gekonnt zusammengefügt, um den Film vollständig mit den Worten "normaler" Menschen zu erzählen. Der daraus resultierende Film ist ein technisches Wunderwerk und gleichzeitig ein emotionaler Paukenschlag. So viele junge Männer zu sehen, die fröhlich von der Rekrutierungsstation zur Front marschieren und später im Dreck sterben und schockiert in die Kamera starren, ist eine erschütternde Erfahrung für Zuschauende. Die zusätzlich eingefügten Geschichten ehemaliger Soldaten – Interviews mit vielen Veteranen lange nach Kriegsende – die von heiter bis hin zu erschütternd reichen, verleihen dem Filmmaterial zusätzliche Wahrhaftigkeit, mit der Jackson eine junge Generation konfrontieren und dafür sensibilisieren will, was es bedeutet, wenn junge, ahnungslose Männer für den Gang in den fast sicheren Tod begeistert werden.
- Peter Jackson
- Thomas Adlam (Self - Bedfordshire Regiment)
- William Argent (Self - Royal Naval Air Service)
- John Ashby (Self - The Duke of Cambridge's Own (Middlesex Regiment))
- Attwood (Self - British Army)
- Walter Aust (Self - East Yorkshire Regiment)
- Donald Bain (Self - Seaforth Highlanders)
- Thomas Baker (Self - Chatham Battalion, Royal Naval Division)
- George Banton (Self - 50th Division Headquarters)
- Walter Becklake (Self - Northhampyonshire Yeomanry)
- Arthur Beeton (Self - Royal Navy Air Service)
- Robert Bell (Self - British Army)
- William Benham (Self - Hawke Battalion, Royal Navy Division)
- Joseph Biglin (Self - Durham Light Infantry)
- Edwin Bigwood (Self - Worcestershire Regiment)
- Horace Birks (Self - Tanks Corps)
- Edmund Blunden (Self - Royal Sussex Regiment)
- Clarence Bourne (Self - Army Service Corps)
- Allan Bray (Self - The Duke of Edinburgh's ((Whiltshire Regiment)))
- Donald Bremner (Self - Royal Naval Air Service)
- Frank Brent (Self - 6th Battalion, Australian Imperial Force)
- Leslie Briggs (Self - Royal Flying Corps)
- Alfred James Bromfield (Self - Lancashire Fusiliers)
- Arthur Brown (Self - British Army)
- Ernest Bryan (Self - King's (Liverpool Regiment))
- William Bunning (Self - 22nd Battalion, Australian Imperial Force)
- Frank Burslem (Self - Royal Air Force)
- Horace Calvert (Self - Grenadier Guards)
- Gordon Carey (Self - The Rifle Brigade)
- Leopold Carles (Self - French Army)
- FSK 16
