NDR Kultur – Das Journal
Kultur (D 2026)
Zenit überschritten: das Ende von Social Media? Weniger Posts, sinkende Interaktion, wachsende Unzufriedenheit, vieles deutet darauf hin, dass soziale Medien an Bedeutung verlieren. Seit rund zwei Jahren steigt die Nutzungsdauer nur noch bei Älteren und stagniert in den meisten Altersgruppen. Ausgerechnet 16- bis 24-Jährige wenden sich ab. Statt Austausch dominieren KI-generierte Inhalte, Werbung und gegenseitige Beobachtung. Immer mehr Staaten fordern mittlerweile Regulierungen: Nach Australien könnte Frankreich bald das zweite Land sein, in dem es eine Altersbeschränkung für Social Media gibt. Haben soziale Medien ihren Höhepunkt überschritten? Und: Wäre ein Ende der Plattformen eher ein Verlust oder eine Entlastung für gesellschaftliche Diskurse? Darüber spricht "NDR Kultur – Das Journal" mit dem jungen YouTuber Robin Fübbeker, dessen Video über seine Löschung von Instagram knapp eine Million Aufrufe hat, dem Soziologen Armin Nassehi und dem Autor Jonathan Haidt ("Generation Angst"), der maßgeblich die Politik der Regulierung von Social Media für Jugendliche angestoßen hat. Zwangsarbeit auf norddeutschen Bauernhöfen: der Roman "Nelka" von Svenja Leiber Es ist ein großes Unrecht: Während des Zweiten Weltkriegs wurden Millionen Menschen aus besetzten Ländern zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt. Auch in der Landwirtschaft ersetzten sie fehlende Arbeitskräfte, arbeiteten unter harten Bedingungen und ohne Rechte. Viele litten unter Gewalt, Hunger und schlechter Behandlung. Die Schriftstellerin Svenja Leiber erzählt in ihrem neuen Roman "Nelka" von einem 16-jährigen Mädchen, das 1941 aus dem damaligen Lemberg nach Schleswig-Holstein verschleppt wird und auf einem Gutshof arbeiten muss und sogar Opfer sexueller Gewalt wird. Jahrzehnte später kehrt sie an den Ort zurück und trifft ihren einstigen Peiniger. "Nelka" erscheint am 17. Februar und ist das "NDR Buch des Monats". "Club-Legenden": Wie die Diskothek HyperDome in Murchin Geschichte schrieb In den 1980er- und 1990er-Jahren prägten Clubs und Diskotheken das Nachtleben in Norddeutschland. NDR Kultur lässt diese Welt in einer Dokumentation wieder aufleben – von der Großraumdisko auf dem Land bis zum Techno-Club in der Stadt. Zur Zeit des Mauerfalls hatte das Dorf Murchin bei Anklam keine 300 Einwohner, aber ein großes Kulturhaus aus DDR-Zeiten. Dort eröffnete 1990 der HyperDome, der sich schnell zu einem der wichtigsten Clubs der Region entwickelte. Mit House und Dance traf er den Nerv der Nachwendezeit. Ex-VIVA-Moderatorin Daisy Dee erinnert sich bei NDR Kultur: "Die Energie war unglaublich – die Leute konnten komplett ausrasten." Für eine Aktion rund um den Film sind auch die NDR Zuschauer*innen gefragt: Was ist Ihre schönste Club-Erinnerung? (ndr.de/clublegenden) Deutsch-türkischer Pop: die aus Hamburg stammende Musikerin Derya Yildirim Sie ist Sängerin und Multiinstrumentalistin, aber ihr wichtigstes Instrument ist die Baglama, eine Laute mit jahrhundertelanger Tradition, untrennbar mit der anatolischen Volksmusik verbunden. Derya Yildirim ist in Hamburg aufgewachsen, hat türkische Wurzeln und verbindet kulturelle Einflüsse selbstverständlich in ihren Stücken. Sie studierte klassische Musik, spielte Klavier und beschäftigte sich intensiv mit Beethoven, Bach und Schubert. Heute steht sie mit ihrer Band Grup Simsek für modernen Anadolu Rock, einem Musikstil, der u.a. türkische Volksmusik mit westlichem Rock verbindet. Aktuell ist die Band mit ihrem neuen Album auf Europa-Tour unterwegs. "NDR Kultur – Das Journal" trifft Derya Yildirim mit ihrer Baglama in Hannover vor und bei einem Konzert.
- Zenith überschritten: das Ende von Social Media?.
- Zwangsarbeit auf norddeutschen Bauernhöfen: der Roman "Nelka" von Svenja Leiber.
- "Club-Legenden": wie das Murchin in Anklam Geschichte schrieb.
- Deutsch-türkischer Pop: die aus Hamburg stammende Musikerin Derya Yildirim.
Wiederholung
Mo, 16.02.2026 | 22:45 - 23:15