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Tagesgeschehen (F 2026)
(1): Sind wir dazu verdammt, mit immer weniger Trinkwasser auszukommen? Ein in der vergangenen Woche veröffentlichter Bericht der Vereinten Nationen warnt vor einer globalen Zäsur: Die Welt sei von einer "globalen Wasserkrise" in eine Phase des "Wasserbankrotts" eingetreten. Dieser Begriff soll den endgültigen Charakter der Entwicklung beschreiben. Dem Bericht zufolge leiden mehr als 4 Milliarden Menschen mindestens einen Monat pro Jahr unter Wasserknappheit, 75 % der Weltbevölkerung leben in Ländern mit unsicherer Wasserversorgung. Um diese Lage einzuordnen, begrüßen wir Anne Sénéquier, Forscherin und Co-Direktorin des Observatoriums für globale Gesundheit am Iris. (2): Kommunalwahlen, Präsidentschaftswahlen: Belastungstests für die "Union der Linken"? Die Vorwahlen der "Front Populaire", bei denen ein gemeinsamer Kandidat der linken Parteien für die Präsidentschaftswahlen 2027 bestimmt werden soll, sind für den 11. Oktober 2026 angesetzt. Bei einem Treffen in Tours skizzierten Clémentine Autain, Olivier Faure, Marine Tondelier und François Ruffin die Konturen einer möglichen gemeinsamen Kandidatur. Zwei zentrale Figuren fehlten jedoch: Jean-Luc Mélenchon und Raphaël Glucksmann, die beide derzeit auf einen Alleingang setzen. Auch die Kommunistische Partei hat ihre Teilnahme bislang nicht angekündigt. Obwohl Olivier Faure in Tours anwesend war, muss die Beteiligung der Sozialistischen Partei an den Vorwahlen noch parteiintern beschlossen werden. Derzeit bereiten sich die linken Parteien zunächst auf die Kommunalwahlen am 15. und 22. März vor, bevor der Blick auf die Präsidentschaftswahlen gerichtet wird. Außerdem: Anlässlich des erstmaligen Anstiegs des Goldpreises auf über 5000 Dollar pro Unze erzählt Xavier Mauduit die Geschichte des Goldwaschens in Frankreich. Marie Bonnisseau befasst sich mit dem Musiker Neil Young, der angekündigt hat, seinen gesamten Musikkatalog den Bewohnern Grönlands ein Jahr lang kostenlos zur Verfügung zu stellen.
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