Die fabelhafte Welt der Amélie
Romanze (F,D 2001)
Am 3. September 1973 landet eine Schmeissfliege auf dem Montmartre und wird von einem Auto totgefahren. In einem Bistrogarten bringt ein früher Herbstwind die Gläser zum Tanzen. Im selben Augenblick wird auch Amélie Poulain (Audrey Tautou) gezeugt. Sie ist das einzige Kind eines liebenswürdigen, aber verschlossenen Arztes (Rufus). Jahre später wird dieser Witwer. Eine Touristin, die sich selbstmörderisch von einem Turm der Notre Dame stürzt, erschlägt Madame Poulain (Lorella Cravotta). Amélie wird flügge. Sie arbeitet als Serviererin im Café Du Moulin und bezieht eine eigene Wohnung. Hinter einer lockeren Bodenfliese im Badezimmer entdeckt sie einen versteckten Schatz: eine Blechdose, gefüllt mit nostalgischem Kinderkram. Sie findet den Besitzer und sieht, wie sich dieser über die längst vergessenen Preziosen freut. Das animiert sie dazu, künftig als gute Fee zu wirken. Dafür schickt sie etwa einen Gartenzwerg auf Weltreise, lässt verschollene Liebesbriefe wieder erscheinen oder mobilisiert Zorro, den Rächer, um dem geplagten Sohn eines Gemüsehändlers beizustehen. Während all diesen Aktivitäten verliebt sich Amélie auch selbst in den schüchternen Aussenseiter Nino (Mathieu Kassovitz). Doch dann erfährt die Grossherzige, wie schwer es oft ist, sich selber etwas Gutes zu tun. Regisseur Jean-Pierre Jeunet, 1955 in Roanne geboren, startete seine Filmkarriere als Autodidakt. Die schwarze Komödie "Delicatessen", sein erstes abendfüllendes Werk, war ein Grosserfolg. Jeunet kassierte dafür eine Vielzahl von Preisen und wurde weltweit bekannt. Prompt verpflichtete ihn 20th Century Fox für "Alien Resurrection". Dabei hatte er aber bereits Ideen für "Amélie" im Kopf. Zusammen mit seinem ständigen Drehbuchautor Guillaume Laurent entstand die Vorlage: eine perfekte Kinomischung aus einprägsam poetischen Szenerien, stimmigen Dialogen und einer Vielzahl kleiner, witziger Bildideen. Mit verspieltem Charme, märchenhafter Exzentrik und stetig staunenden Kulleraugen leistete Audrey Tautou in der Titelrolle ohne Frage einen entscheidenden Beitrag zum fulminanten Kinoerfolg von "Le fabouleux destin d'Amélie Poulain", der unter europäischen Produktionen seinesgleichen sucht.
- Audrey Tautou (Amélie)
- Mathieu Kassovitz (Nino)
- Rufus (Raphaël Poulain)
- Serge Merlin (Raymond Dufayel)
- Lorella Cravotta (Amandine Poulain)
- Jamel Debbouze (Lucien)
- Isabelle Nanty (Georgette)
- André Dussollier (Narrator)
- Dominique Pinon (Joseph)
- Clotilde Mollet (Gina)
- Claire Maurier (Madame Suzanne - la patronne du café)
- Artus de Penguern (der Schriftsteller)
- Yolande Moreau (die Concierge)
- Urbain Cancelier (der Kaufman)
- Andrée Damant (Mrs. Collignon)
- Maurice Bénichou (Dominique Bretodeau)
- Michel Robin (Mr. Collignon)
- Flora Guiet (Amélie enfant)
- Claude Perron (Eva)
- Armelle (Philomène)
- Ticky Holgado (L'homme dans la photo)
- Kevin Dias (Bretodeau enfant)
- Amaury Babault (Nino enfant)
- Eugène Berthier (Eugène Koler)
- Marion Pressburger (Petites mains du générique)
- Charles-Roger Bour (L'homme à la vespasienne)
- Luc Palun (L'épicier d'Amandine)
- Fabienne Chaudat (La femme dans le coma)
- Dominique Bettenfeld (Le voisin d'Amélie)
- Jacques Viala (Le client qui humilie son ami)
- Guillaume Laurant ((scenario) and)
- Jean-Pierre Jeunet
- Jean-Pierre Jeunet
- Sylvain Bressollette (trainee assistant director)
- Thomas Parnet (trainee assistant director)
- Pascal Roy (second assistant director)
- Christophe Vassort (first assistant director)
- FSK 6
