Der Körper meines Feindes

Krimi (F 1976)
In "Der Körper meines Feindes" (1976) zeigt sich Jean-Paul Belmondo in einer seiner vielschichtigsten Rollen – einen Mann, der alles hatte, alles verlor und nun alles zu zerstören bereit ist, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Regisseur Henri Verneuil inszeniert einen eleganten, düsteren Thriller über Verrat, Macht und bittere Abrechnung in der französischen Provinz. François Leclercq kehrt nach sieben Jahren Haft in seine Heimatstadt zurück. Einst war er ein aufstrebender Geschäftsmann, der durch seine Beziehung zur Tochter eines einflussreichen Industriellen Zugang zur Welt der Reichen und Mächtigen fand. Doch sein Traum zerplatzte brutal – er wurde des Mordes beschuldigt und verurteilt. Zu Unrecht. Nun, mit einem eisernen Willen und einem kühlen Kopf, begibt sich François auf einen gefährlichen Pfad, um die wahren Täter zu entlarven – jene, die ihn einst benutzt und dann eiskalt fallengelassen haben. Mit jeder Begegnung, mit jeder Erinnerung und jeder Entdeckung zieht François die Schlinge enger um seine Feinde – Menschen, die an der Oberfläche kultiviert wirken, aber in Wahrheit ein Netz aus Korruption, Drogenhandel und Doppelmoral spinnen. Während er sich in ihre Welt zurückkämpft, wird klar: Er ist nicht mehr derselbe Mann, der er einst war. Er ist ein Fremder in seiner eigenen Geschichte – ein Mann, der nichts mehr zu verlieren hat. Belmondo brilliert in seiner Rolle als einsamer Rächer mit Charisma, Zynismus und emotionaler Tiefe. "Der Körper meines Feindes" ist kein Actionfeuerwerk, sondern ein kluger, atmosphärisch dichter Thriller über soziale Masken, menschliche Abgründe – und die gnadenlose Suche nach Gerechtigkeit.
- Jean-Paul Belmondo (François Leclercq)
- Bernard Blier (Jean-Baptiste Liégard)
- Marie-France Pisier (Gilberte Liégard)
- Claude Brosset (Oscar, dit Janine)
- Daniel Ivernel (Victor Verbruck, le maire)
- Charles Gérard (Taxifahrer)
- Nicole Garcia (Hélène Mauve)
- Michel Beaune (L'ami d'enfance)
- François Perrot (Raphaël Di Massa)
- René Lefèvre (Pierre Leclercq)
- Yvonne Gaudeau (Madame Liégard (dite 'la Reine Mère'))
- Suzy Prim (La mère de Marie-Adélaïde)
- Jean Dasté (Le gardien du chantier)
- Jacques David (L'avocat général)
- Jean Turlier (La Roche-Bernard)
- Elisabeth Margoni (Karine Dupart)
- Monique Mélinand (Mrs. Mauve / Mme Mauve, la mère d'Hélène)
- Bernard-Pierre Donnadieu (Le truand blond)
- André Reybaz (Le président Kelfer)
- Gaston Vacchia (Lombreux)
- Pierre Forget (Le tenancier de l'hôtel)
- François Timmerman (Louis de Saint-Prix, dit Lolo)
- Charles Charras (Le portier de l'hôtel du commerce)
- Gabriel Jabbour (Blome)
- Maurice Dorléac (Le professeur)
- Jean Sylvère (Le papetier)
- André Thorent (Le directeur de la prison)
- Jacques Lalande (L'avocat de François)
- Maurice Jacquemont (René)
- Nadia Verine (Charlotte)
- Serena (Frida de Düsseldorf, la strip-teaseuse)
- Anne Delsalle (Marie-Adélaïde de Chanteloup)
- Françoise Bertin (La femme de René)
- Vibeke Knudsen-Bergeron (L'hôtesse blonde du Number One)
- Carol Labrie-Rose (Une hôtesse du Number One)
- Henri Verneuil
- Claude Clément (first assistant director)
- Valérie Moncorgé
- FSK 12